Eine Terrasse wird selten geplant, sie wächst. Erst kommt der Tisch, dann irgendwann Stühle, dann ein Sonnenschirm. Das Ergebnis ist ein Möbellager unter freiem Himmel. Dabei gelten draußen dieselben Regeln wie drinnen: Es braucht eine Sitzgruppe mit klarer Mitte, genug Abstand zum Durchgehen und eine Lichtquelle für den Abend.
Zuerst die Fläche aufteilen
Rechnen Sie mit zwei Zonen. Die Essgruppe braucht rundum 90 bis 100 cm freien Raum hinter den Stühlen, sonst kommt niemand am Tisch vorbei. Die Loungezone kommt mit weniger aus, dort reichen 60 cm zwischen Sofa und Couchtisch. Erst wenn beide Zonen eingezeichnet sind, wird Möbel ausgesucht, nicht umgekehrt.
Die Materialien, ehrlich sortiert
Teak ist der Klassiker und der pflegeleichteste Massivholz-Weg. Unbehandelt vergraut es innerhalb eines Jahres silbrig, was kein Schaden ist, sondern eine Oxidschicht. Wer die warme Farbe halten will, ölt einmal im Jahr.
Pulverbeschichtetes Aluminium rostet nicht, ist leicht und damit im Sturm die schlechtere Wahl, wenn es nicht beschwert ist. Es verzeiht Salzluft besser als Stahl.
Edelstahl sieht dauerhaft aus und ist es auch, zeigt aber an der Küste Flugrost, wenn er nicht regelmäßig abgewaschen wird. Kein Materialfehler, sondern Ablagerung.
Keramik und Faserzement für Tischplatten: unempfindlich gegen Hitze, Wein und UV, dafür schwer und schlagempfindlich an den Kanten.
Geflechte nur aus HDPE-Faser kaufen, nicht aus PVC. HDPE bleicht deutlich langsamer aus und wird bei Kälte nicht spröde.
Der Punkt, an dem die meisten sparen: der Stoff
Ein Outdoor-Polster lebt oder stirbt mit dem Bezug. Echte Outdoor-Stoffe sind spinndüsengefärbt, das heißt, die Farbe sitzt im Faserkern statt auf der Oberfläche. Sie bleichen kaum, lassen sich mit verdünntem Reiniger schrubben und trocknen von innen heraus. Kaufen Sie Polster mit Schaumkern, der Wasser durchlässt, nicht mit gewöhnlichem Möbelschaum, der es speichert und nach zwei Wochen muffig riecht.
Licht macht aus der Terrasse einen Raum
Der Unterschied zwischen einer Terrasse, die abends benutzt wird, und einer, die abends leer steht, ist fast immer das Licht. Ein einzelner Strahler an der Hauswand reicht nicht, er blendet und wirft harte Schatten. Besser sind mehrere niedrige Lichtquellen: Akkuleuchten auf dem Tisch, Bodenstrahler in die Bepflanzung, eine wetterfeste Wandleuchte neben der Tür.
Überwintern
Wetterfest heißt nicht winterfest. Polster gehören trocken ins Haus, Keramikplatten sollten nicht in stehendem Wasser frieren, und Schutzhüllen brauchen Luft, sonst schwitzt darunter mehr, als von oben nass würde. Am längsten hält, was im Winter im Trockenen steht.
Unsere Auswahl für draußen finden Sie unter Outdoor, passende Accessoires unter Accessoires.
Häufige Fragen
Welches Material ist für Gartenmöbel am pflegeleichtesten?
Teak und pulverbeschichtetes Aluminium. Teak vergraut natürlich und braucht nur Öl, wenn die warme Farbe erhalten bleiben soll.
Woran erkennt man einen echten Outdoor-Stoff?
Er ist spinndüsengefärbt, die Farbe sitzt also im Faserkern. Solche Stoffe bleichen kaum aus und lassen sich feucht reinigen.
Wie viel Platz braucht eine Essgruppe auf der Terrasse?
Rundum 90 bis 100 cm hinter den Stühlen, damit man am gedeckten Tisch vorbeigehen kann.